Die Fellpflege beim Hund ist nicht nur eine Frage des Aussehens. Sie ist Teil der Gesundheit und des allgemeinen Wohlbefindens des Haustiers und beeinflusst, wie wohl sich der Hund im Alltag fühlt.
In diesem Leitfaden gehen wir die Grundlagen der Fellpflege durch: Bürsten, Waschen, Trocknen und die richtigen Produkte. Außerdem erläutern wir, wie sich die Pflege je nach Jahreszeit und Alter des Hundes verändert.
Was die Fellpflege umfasst
Das Herzstück der Fellpflege sind vier Dinge: regelmäßiges Bürsten, Waschen in passenden Abständen, fachgerechtes Trocknen und die richtigen Produkte. Wenn diese stimmen, bleibt das Fell glänzend und die Haut gesund.
Der Felltyp beeinflusst alles. Kurzes Fell braucht einmal pro Woche Bürsten, langes täglich, lockiges regelmäßiges Trimmen. Die allgemeinen Grundsätze gelten jedoch für alle: Regelmäßiger Kontakt mit dem Fell zeigt den Zustand der Haut, löst abgestorbene Haare und regt die Durchblutung an.
Bürsten hält das Fell gesund
Bürsten ist die einfachste und wichtigste Pflegeroutine. Es entfernt abgestorbene Haare und Verfilzungen, verteilt die natürlichen Hautöle im Fell und ermöglicht die Kontrolle der Haut.
Bürsten Sie ruhig in Richtung des Schwanzes und verwenden Sie eine zum Felltyp passende Bürste. Für Langhaar eine Langzahn-Bürste, für Lockenfell eine Slicker-Bürste, für doppellagiges Fell einen Stahlkamm, für Kurzhaar einen Gummihandschuh.
Regelmäßigkeit ist wichtiger als eine lange einzelne Sitzung. Zehn Minuten am Tag sind besser als eine Stunde einmal im Monat.
Waschen, aber nicht zu oft
Ein häufiger Fehler ist es, den Hund zu oft zu waschen. Zu häufiges Waschen trocknet Fell und Haut aus, und die natürlichen Öle des Hundes haben keine Zeit, sich zu regenerieren.
Für die meisten Hunde reicht einmal im Monat. Bei Langhaar- und Lockenfell kann es häufiger sein, bei Kurzhaar seltener. Die Waschhäufigkeit hängt auch von der Aktivität ab: Ein Hund, der viel draußen ist, braucht öfter ein Bad als ein Wohnungshund.
Verwenden Sie ein für Hunde entwickeltes Shampoo. Menschenshampoo ist für die Haut des Hundes zu stark und kann Reizungen verursachen, da der pH-Wert der Hundehaut sich von dem des Menschen unterscheidet. Aus Muotitassuns Shampoo-Sortiment finden sich parabenfreie und sulfatfreie Optionen für verschiedene Felltypen.
Trocknen nach dem Waschen
Das Trocknen ist ebenso wichtig wie das Waschen, besonders in der kalten Jahreszeit. Nasses Fell führt zu Unterkühlung, verfilzt und begünstigt Hautreizungen.
Für die meisten reicht ein gründliches Abtrocknen mit einem saugfähigen Handtuch. Bei lang- und dickem Fell empfiehlt sich zusätzlich ein für Hunde vorgesehenes Föhngerät mit niedriger Wärmestufe. Verwenden Sie nicht die heiße Stufe eines menschlichen Föhns; sie ist für die Hundehaut zu heiß.
Prüfen Sie, dass insbesondere Ohren, Hautfalten und Pfoten vor dem Hinausgehen trocken sind.
Pflegeprodukte und ihre Bedeutung
Shampoo ist ein Grundprodukt. Wählen Sie es nach dem Felltyp: feuchtigkeitsspendend für Langhaar und trockene Haut, feuchtigkeitsspendend + entwirrend für lockiges/welliges Fell. Für allergische Hunde ein hypoallergenes Shampoo.
Spülung oder Pflegespray kommt zum Einsatz, wenn das Fell lang, lockig oder verfilzungsanfällig ist. Spülung nach dem Waschen, Pflegespray zwischen den Waschgängen. NoCat Studios Refresh Detangle ist ein finnischer Favorit für zu Hause.
Pfotenbalsam schützt im Winter die Pfoten vor Eis und Streusalz-Reizungen. Im Sommer kann er helfen, wenn der Hund über heißen Asphalt läuft.
Ohrenreinigungsprodukte sind besonders bei Hängeohrenrassen nötig, deren Gehörgang von Natur aus nicht gut belüftet wird.
Fellpflege je nach Jahreszeit
Der Sommer bringt Fellwechsel und das Risiko von Hautproblemen mit sich. Das Bürsten wird häufiger, und die Zeckenkontrolle erfolgt täglich. In der Sonne schützt das Fell die Haut, daher sollte kurzes Fell nicht noch kürzer geschnitten werden. Frisches Wasser und ein Schattenplatz sollten bereitstehen.
Der Herbst ist eine zweite Haarwechselzeit, besonders bei doppellagigem Fell. Regen und Matsch machen das Waschen notwendiger. Trocknen Sie das Fell gründlich.
Der Winter trocknet die Haut sowohl durch die Heizung von innen als auch durch den Frost draußen aus. Verwenden Sie feuchtigkeitsspendende Produkte, schützen Sie die Pfoten und kontrollieren Sie die Ohren. Kurzhaarige Rassen und ältere Hunde profitieren bei strengem Frost von Kleidung.
Der Frühling ist die Zeit des Fellwechsels des Winter-Unterfells. Eine Unterwollbürste vom Typ Furminator erleichtert die Arbeit erheblich.
Fellpflege bei Welpen und älteren Hunden
Beim Welpen sollten Bürsten und Waschen von Anfang an ein natürlicher Teil des Lebens sein. Sanfte Handhabung, kurze Sitzungen und Belohnungen machen die Routine angenehm statt beängstigend. Das Fell von Welpen ist oft weicher als das von erwachsenen Hunden.
Bei älteren Hunden können sich Struktur und Zustand des Fells verändern. Die Haut wird empfindlicher, das Fell dünner oder trockener. Verwenden Sie milde, feuchtigkeitsspendende Produkte. Das Bürsten erfolgt sanfter, und regelmäßige Kontrollen machen Tumoren und Hautveränderungen früh sichtbar.
Besondere Situationen
Ein allergischer Hund braucht ein hypoallergenes Shampoo und silikonfreie Pflegeprodukte. Erkennen Sie die Symptome: Juckreiz, Rötung, Ausschlag, und sprechen Sie mit dem Tierarzt über die Notwendigkeit von Allergietests.
Trächtigkeit und Säugezeit verändern die Hormone und damit auch das Fell. Das Fell kann dünner werden oder verfilzen. Eine regelmäßige, aber sanfte Pflege hilft.
Fragen und Antworten
Wie oft sollte das Fell eines Hundes gewaschen werden?
Für die meisten reicht einmal im Monat. Langhaarige und viel draußen lebende Hunde brauchen häufigeres Waschen, Kurzhaarige seltener.
Kann ich Menschenshampoo für meinen Hund verwenden?
Das ist nicht zu empfehlen. Menschenshampoo ist für die Haut des Hundes zu stark, deren pH-Wert sich von dem der menschlichen Haut unterscheidet. Verwenden Sie immer ein für Hunde entwickeltes Produkt.
Wie oft sollte man bürsten?
Bei Kurzhaar einmal pro Woche, bei Langhaar täglich, bei Lockenfell mehrmals pro Woche, bei doppellagigem Fell während der Haarwechselzeit häufiger.
Was tun, wenn das Fell verfilzt ist?
Verwenden Sie ein Entwirrungsspray oder eine Spülung und bürsten Sie vorsichtig mit einer Langzahn-Bürste. Starke Verfilzungen sollten besser von einem Trimmer entfernt werden.
Wie schütze ich das Fell meines Hundes im Winter?
Verwenden Sie feuchtigkeitsspendende Produkte, stellen Sie sicher, dass das Fell nach dem Waschen gründlich trocknet, und schützen Sie die Pfoten mit Pfotenbalsam oder Schutzhüllen. Für kurzhaarige und alte Hunde ist Kleidung bei starkem Frost sinnvoll.
Woran erkenne ich ein Gesundheitsproblem des Fells?
Rötung, Schuppen, Juckreiz, lokaler Haarausfall, unerträglicher Geruch oder eine deutliche Veränderung der Fellqualität sind Anzeichen. Suchen Sie damit eine Tierarztpraxis auf.
Zusammenfassung
Regelmäßige, fachgerechte Fellpflege ist eine der kleinen, aber wichtigen Dinge im Leben eines Haustiers. Bürsten, passendes Waschen, gutes Trocknen und die richtigen Produkte halten den Hund gesund und gepflegt und geben Ihnen die Möglichkeit, mögliche Probleme zu bemerken, bevor sie größer werden.
Entdecken Sie Muotitassuns Fellpflegeprodukte und sehen Sie sich auch den Leitfaden zur Erkennung von Felltypen an.
